Kürprogramm

5. Oktober

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Vigo, schöne Ecken zu finden ist nicht ganz einfach.

– Wenn der Weg nach Santiago di Compostela die Pflicht war, dann ist das Fahren des Camino Portugues (in der Gegenrichtung in Richtung Porto) jetzt die Kür.

Auch hier bin ich etwas virtuos in der Routenplanung und fahre in Spanien direkt an der Küste entlang. Ich mache jetzt Rosinenpicken !

Aus dem Höllenverkehr gestern auf der N-550 aus Santiago heraus ziehe ich die Konsequenzen.

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Da drüben ist Portugal, jenseits des Grenzflusses (Rio Miño)

Ich starte den Tag mit dem Zug vom nahegelegenen Bahnhof und fahre die gut 20 km durch den Großraum Pontevedra/Vigo bis Vigo mit dem Zug.

Vigo ist eine Hafenstadt die es gilt möglichst schnell hinter sich zu lassen.

Es dauert mehrere Kilometer, vorbei an Häfen, Werften und Fischmärkten (letzteres deutlich zu riechen), bis nach knapp 10 Kilometern ich aus Vigo draussen bin. Ich fahre den Rest des Tages fast ausschließlich die Uferstraße am Meer entlang.

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Schöne Schilder für Fahrradfahrer aufstellen und einen Radfahrerstreifen aufmalen ist das Eine..

Kein Vergleich zu gestern, Sonne, eben, lauschige 22° und ein angenehmer leichter Wind vom Meer umschmeichelt von hinten meinen Rücken.

Wenig Verkehr und ein Luxus – Fahrradstreifen der dazu noch von der Strasse abgetrennt ist. Was will man mehr ?

Die Kilometer purzeln auf ebener Strecke und vor herzerfrischender Kulisse. Nach 60 Kilometern ist die Mündungsbucht des Rio Miño erreicht. Portugal ist in Sichtweite.

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… die Spanier malen nicht nur Streifen auf die Straße, sie trennen diese oft auch noch ab.

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Bester Sandstrand und Windstille – ich nutze die Gunst der Stunde und nehme das längst überfällige Bad im recht frischen Atlantik und tue etwas gegen meine Radlerbräune.

Später am Nachmittag nehme ich die Fähre von A Guarda  (siehe Beitragsbild) hinüber nach Caminha in Portugal.

Die hereinkommende Fähre ist brechend voll mit Fahrradfahrern. Viele Rennradfahrer sind hüben wie drüben unterwegs, es ist anscheinend ein Feiertag in Portugal.

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Pilgerherberge bei Caminha

Ich komme gut 15 km hinter Caminha in einer coolen internationalen Pilgerherberge unter.

Wie immer ist das Wichtigste vorhanden: eine freundliche Aufnahme, ein sauberes Bett, eine warme Dusche, ein kaltes Bier, interessante Leute und WLAN.

Wie immer schmeckt das Ankunftsbier, es ist bereits eine liebe Tradition geworden und gehört zum Tagesinventar.

Die Übernachtung kostet 12 € im 10er- Zimmer (Bier geht extra…). Am Ende sind es heute 89 km und 500 Höhenmeter.

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