Berner Oberland

6. September –

Das Frühstück mit selbstgemachtem Bircher- Müsli stand dem gestrigen Abendessen in nichts nach.

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Beschauliche Ruhe am Brienzersee

Um 8:15 Uhr war die kleine Pilgerherberge im Chaletstil in der Ortsmitte von Brienzwiler schon wieder leer.

Alle bedankten sich bei Christine und Birgit für den Super-Service. Die beiden Damen machen das als Freiwilligendienst. Dieser wechselt wöchentlich. Tagsüber wandern die beiden, bis am späten Nachmittag die nächsten Pilger kommen.

Das Chalet ist aber kein touristisch angehauchter Nachbau, wie er an jeder Ecke im Berner Oberland zu sehen ist, sondern ein altes Bauernhaus im Ortskern von Brienzwiler.

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Mittagsrast im Gasthaus zum orangenen Dreifach – „M“ in Thun

Die Fahrt entlang des Brienzersees und des Thunersees erfolgte zuerst auf der leeren Kantonsstrasse und ab Interlaken auf dem Fahrradweg (so weit vorhanden).

Der auch in Deutschland weit verbreiteten Unsitte folgend, wird der „Fahrradweg“ nur auf die Straße aufgemalt. Mit einigen Kilo Farbe bekommt man auch in der Schweiz viel „Fahrradweg“ dafür.

In Thun sind die ersten 50 km und schon wieder 250 Höhenmeter beisammen. Die Fahrt ist entspannt.

Ab Thun geht es wieder richtig den Berg hoch.

Fernab des lärmigen Thunersees wird es bedeutend ruhiger. Das Land weitet sich, je weiter man vom Thunersee wegkommt.

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Einsame Strassen zwischen Thun und Fribourg

Hier sieht es schon wieder wie im Thurgau aus. Es riecht nach Land, allerdings mischt sich immer mal wieder eine herbe Note von frisch auf den Wiesen ausgebrachter Schweinegülle darunter.

IMG_20180906_181307__01Am Ende des Tages komme ich bis kurz vor Fribourg und komme in einem „Bildungsinstitut“ in St. Antoni unter.

Das 6er-Zimmer mit Matratzen am Boden habe ich für mich alleine. Das Abendessen findet heute auf einer Parkbank statt, mit Zutaten aus dem örtlichen Lebensmittelladen.

Genau 100 km und fast 1000 Höhenmeter waren es heute.

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Ein Gedanke zu “Berner Oberland

  1. Hi Rolf,
    melde mich jetzt erst, da ich noch mit meinen Eltern in München war.
    Wow, da hast Du ja schon einiges weggestrampelt. Aber der Ablass in Santjago will ja auch verdient sein 🙂
    Um die Höhenmeter beneide ich Dich nicht, aber die Fotos machen schon Lust, selber aufs Pferd zu steigen. Dann mach es weiterhin gut und bleibe schön aufrecht.
    Viele Grüsse
    Thomas

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