Ayurveda- Frühstück

7. September –

Ich hätte gewarnt sein müssen.  Bereits gestern wurde mir gesagt, dass es ein ayurvedisches Frühstück geben wird. Außerdem erst ab 8 Uhr.

Als ich kurz vor 8 Uhr im Speiseraum war, gab es ca. 20 Gedecke und eines davon etwas separat, das war wohl jenes welches für mich gedacht war. Hauptbestandteil des Büffets waren zwei warmgehaltene Breie, diverse Tees und Marmeladen.

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Stempel in Fribourg in der Kathedrale

Ich schaute die Köchin etwas bedröppelt an und wollte schon fragen, aber sie erkannte die Situation und meinte, ich sei wohl der angemeldete Pilger. Ich wolle doch bestimmt einen Kaffee und dann zeigte sie noch zu meiner sichtlichen Erleichterung auf einen zugedeckten Brotkorb der etwas versteckt in der Ecke auf dem ayurvedischen Büffet stand. Mit etwas Käse und Butter dazu passte das dann.

Kurz darauf kamen die etwa 20 Damen zu den Gedecken, sowie ein Mann mittleren Alters, so ein Guru-Typ, der die Gruppe offenbar leitete.

Vermutlich kamen sie von ihrer spirituellen Morgensitzung.  Die Gruppe stürzte sich begierig auf die Tees und die Breie. Ich suchte dann alsbald das Weite, nicht ohne mich bei der Köchin zu bedanken.

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Kathedrale von Fribourg

Das Fahrrad war wie immer schnell gepackt.

In der Nacht hatte es geregnet, die Straßen sind noch nass. Bald war die alte Stadt Fribourg erreicht (siehe Beitragsbild).

Fribourg ist zweisprachig, wurde bereits 1157 gegründet und hat die größte historische Altstadt in der Schweiz.

Im Gegensatz zum nahe gelegenen Bern reformierte Fribourg den Glauben nicht und blieb katholisch. Ich besuche die Kathedrale und holte mir den Stempel, der dort zur Selbstbedienung auslag.

Ab Payerne war dann wieder „Kanalradeln“ angesagt, so wie ich es auf der letzten Tour an den Känalen in Frankreich schätzen gelernt habe.

Bis Noulons im Waadtland sind die 25 km am Fluss schnell zurückgelegt. Danach stieg das Gelände im Hinterland von Lausanne bis auf 900 m an.

Vor Lausanne, noch auf der Höhe, sehe ich erstmals in der Ferne die Savoyer Alpen und den Genfersee. Die mühsam erkämpfte Höhe musste ich auf der Fahrt in die Stadt hinunter komplett wegbremsen.

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Radeln am Fluss.

Der Tarif ist ungefähr so: einmal Bremshebel betätigen = 5 Schweisstropfen beim Anstieg.

Ein Quartier habe ich im Zentrum von Lausanne gefunden, mit 55 Franken inklusive Frühstück am oberen Ende der Skala bislang.

Es liegt aber zentral, ist sauber und hat auch WLAN. 88 km und trotz Kanalradeln 890 Höhenmeter sind heute zusammen gekommen. Meine Oberschenkel melden sich mit leichtem Muskelkater.

Morgen komme ich bis Genf und da habe ich bereits ein Quartier in Aussicht….

 

 

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