Lac Léman

8. September –

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Ein Kleinod an der Stecke, die alte romanische Cluniazenserkirche von Saint Sulpice

Das Frühstück heute morgen war ungenießbar, denn es bestand aus Toastbrot, Instant-Cappuccino und anderen abgepackten Scheusslichkeiten der Lebensmittelindustrie.

Ich beschloss daher das Frühstück ausfallen zu lassen und in Nyon im Migros (also bei den drei orangefarbenen M ) etwas zu Mittag zu essen. Bis dahin sind es noch gut 40 km.

Von Lausanne habe ich nicht viel gesehen. Für mich war die Stadt eher abweisend und lärmig. Aber wer vom Land her in eine Stadt kommt, ist sowieso anders geeicht.

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Nicht immer ist ein Weg am See vorhanden.

Lausanne hat übrigens auch innerhalb der Schweiz einen eher schlechten Ruf.

Die Fahrt am Genfersee ist eine Wohltat, wenngleich es alles andere als eben ist.

Der Weg verläuft meist nicht am Wasser entlang, sondern über weite Strecken durch Weinberge, Felder oder die reichlich vorhandene Bebauung.

Ab und an fahre ich auf der Kantonsstraße die meist einen aufgemalten Fahrradstreifen hat.

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Gute Ausschilderung und einsame Wege vor Genf im Hinterland

Ich folge aber meist den Schildern der „Fahrradroute 46“. Allerdings sind die Schweizer fahrradtechnisch eher rustikal drauf, denn immer wieder geht es über Steigungen ins Hinterland.

Am Nachmittag erreiche ich Genf. Ich folge nun meinem Fahrrad- Navi, das mich durch den Grossstadt- Verkehr schleust. Ziel heute ist Perly im Süden von Genf, direkt in Sichtweite zur französischen Grenze.

Ich fühlte mich in der Schweiz immer sicher, die Autofahrer waren rücksichtsvoll, lediglich in den Kreiseln sollte man als Fahrradfahrer nicht auf seiner Vorfahrt bestehen….

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Klare Ansage wo es lang geht

Ich bin bei Heidi und Werner angekündigt, entfernte Verwandte die seit über 40 Jahren bei Genf leben. Der Empfang ist herzlich und es gibt natürlich viel zu erzählen.  Hier in Perly, etwas abseits der grossen Stadt und fast schon auf dem Land, lege ich gerne einen Ruhetag ein.

Vor dem Abendessen ist noch Waschtag, denn mein Wäschevorrat hat deutlich abgenommen. Und am Morgen das verschwitzte T-Shirt vom Vortag anziehen will man auch nicht jeden Tag.

Wieder auf der Strecke, wenn keine Waschmaschine in Reichweite ist, gibt es bei der morgendlichen Riech- und Qualitätskontrolle ohnehin nur die Einteilung in „geht doch noch“ oder „tragbar“.

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Das Herz geht auf, Genf ist erreicht.

Trotz der Fahrt meist direkt am Genfersee entlang sind heute 73 km und fast 500 Höhenmeter zusammen gekommen.

Am meisten freue ich mich am Ende des Tages auf ein Bett das diesen Namen auch verdient. Ich schlafe gut.

 

 

 

 

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