An der Rhone

10. September –

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Abschied bei Heidi und Werner in Genf- Perly

Der Müßiggang hat seit heute morgen wieder ein Ende.  Frisch gestärkt, ohne Muskelkater und voller neuer Eindrücke und Dankbarkeit für die Gastfreundschaft bei Heidi und Werner geht es wieder auf den Weg.

Die Grenze zu Frankreich ist nur zwei Hausecken weiter. Es dauert aber etliche Kilometer bis der Verkehr endlich nachlässt und es auf Nebenstraßen weitergeht.

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Savoyen ist auch Weinland

Mittagsrast mache ich in Seyssel (siehe Blogbild), einem alten Etappenort am Jakobsweg.

Frankreich wie im Bilderbuch !

Der Weg führt ab Seyssel an der Rhone entlang, allerdings sind die Wege, welche Google-Maps vorschlägt von der steinigen und üblen Sorte. Ich folge daher der französischen Ausschilderung, die zwar einige Schlenker macht, aber in der Ebene und auf Teerwegen bleibt.

Die Hitze des Tages mit etwa 30 Grad fordert ihren Tribut, insgesamt 4 Liter trinke ich, trotz „Flachetappe“.

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Fahrradautobahn an der Rhone

Bei Kilometer 98 sehe ich einen Camping an der Rhone, wo ich endlich mein erstes „Radlergedeck“ bekommen könnte.

So war es denn auch: Kaffee, Orangina und eine Karaffe mit kaltem Wasser (4,20 €).

Während ich am späten Nachmittag da sitze, trinke und nachdenke wie weit ich noch fahren soll, kommt mir der Gedanke: ich bleibe hier.

Zimmer oder Mobilheime gibt es zwar keine, aber voll eingerichtete Zelte. Und ein kleines Schwimmbecken mit 26 Grad warmen Wasser lädt zum Erfrischen und Verweilen ein.

Ich bleibe hier, das kleine Schwimmbecken gab den Ausschlag. 98 km, über 500 Höhenmeter trotz Rhone und ein zum Schluss giftiger Gegenwind reichen.

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Wir sind hier nicht im Sozialismus, sondern in Frankreich am Saisonende in einem Campingplatzladen.

Nur die Versorgungslage ist etwas prekär, denn die Gastronomie hat zu (Montag) und der Laden ist wie die ganze Anlage bereits tief in der Nebensaison angekommen.

Zum Abendessen gibt es ein leicht hartes Baguette vom Morgen, Schinken und kaltes Bier – das sollte reichen, mehr hatte der kleine Laden für mich nicht im Angebot. Und den Schinken nahm ich nur, weil Käse nicht mehr im Angebot war.

Der Camping liegt im Rhone-Knie, die Rhone fliesst ab jetzt nach Norden. Ich verlasse daher morgen die Rhone, fahre westwärts und überquere die Rhone erst übermorgen ein letztes Mal.

 

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