Biarritz

20. September –

– Heute will ich bis Biarritz am Atlantik kommen.

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Endlich Abwechslung, Kiwi statt immer nur Kuhweide und Mais. Es muss aber mit Bewässerungstechnik massiv nachgeholfen werden.

Die Ausfahrt aus Mont-de-Marsan gestaltet sich schwierig. Die ersten 4 Kilometer heraus aus Mont-de- Marsan müssten mir bekannt sein von der letzten Tour von vor drei Jahren. Denn genau diese sind auf dem ganzen Weg nach Santiago die „Schnittmenge“.

Mehr Überlappung zur vorigen Tour gibt es nicht. Und wieder hänge ich an den gleichen Stellen, bis ich (wieder) den Kniff finde und die vierspurige Ausfallstraße vermeide.

Es geht wieder über Land, Mais und Ackerland wechseln sich ab. Einzige Abwechslung ist eine Kiwi- Plantage. Bald danach in Mugron, auch so einem verlorenen Kaff im Nirgendwo, stoße ich wieder auf eine aufgelassene Bahnlinie.

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Alles da, nur kein Asphalt.

 

Bestens möbliert mit Schildern, Bänken etc. und als Fahrradweg ausgewiesen, nur ohne Asphalt. Ich folge über 20 km bis kurz vor Dax der Trasse, lasse mich durchschütteln, immer in der Hoffnung dass endlich der Asphalt kommt.

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Spanien ist nicht mehr weit, die Stierkampfarena von Dax.

Aber es kommt keiner. Dafür der Entschluss ab Dax den Zug bis Biarritz zu nehmen, denn sonst hätte ich mir heute irgendwo zwischen Dax und Biarritz in der französischen Pampa noch ein Quartier suchen dürfen.

In der Nachmittagshitze sinkt meine Motivation und Leistungsfähigkeit erheblich.

Wieder habe ich Glück. Nach dem Kauf der Fahrkarte für wenige Euro schleppe ich mein Fahrrad die Unterführung runter und wieder rauf, sehe den Zug nach Biarritz, steige ein  und der Zug fährt Sekunden später auch schon los.

Ein Quartier in Biarritz ist schnell gefunden, und mit gebührendem Abstand zur Promenade auch bezahlbar. Um 16 Uhr sitze ich am Strand und schaue den Wellenreitern zu.

Biarritz klingt etwas mondän, so wie Sylt oder Marbella. Etwas nobel ist es in der ersten Reihe schon, aber nicht protzig. Heute nur 70 km und 250 Höhenmeter.

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