Altamira

25. September

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Ob in Laredo oder in Santoña, überall Rolladenburgen

– Die private Pilgerherberge im Zentrum  von Santoña hatte zwar insgsamt 36 Plätze, aber gerade sechs Personen übernachteten dort.  Ich starte ohne Frühstück, da in den Pilgerherbergen ein solches in der Regel nicht angeboten wird bzw auch nicht nachgefragt wird.

Der Tag beginnt frisch mit 11 Grad. Auch in Spanien macht sich der Herbst bemerkbar.

Mit der kurzen Hose heute zu starten war sehr gewagt. Ausgerechnet heute morgen, wenn man sie braucht, sind keine nennenswerten Steigungen zum Warmfahren da. Nur flaches Land mit Kühen und einem Maissilage-Geruch der kilometerweit zu riechen war.

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An der Fähre rüber nach Santander

Nach 30 km Fahrt ist der Schiffsanleger rüber nach San Sebastian erreicht. Es warten dort etwa zwei Dutzend Pilger. Ich habe wieder Glück, die Fähre fährt gerade ein.

Um 12 Uhr bin ich bereits auf der anderen Seite und mitten in der Stadt.

Eigentlich hält mich nichts in San Sebastian, nur der Besuch der Kathedrale.

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Fast wie im Schwarzwald denn überall ist esgrün in Kantabrien, so wie an der gesamten Nordküste

Herauszukommen aus einer lärmigen und autogerechten Stadt wie San Sebastian ist die Herausforderung des Tages.

Eigentlich hätte ich den Vorortzug nehmen sollen um rauszukommen, so quäle ich mich auf der N611.

Es dauert gut 10 km bis es wieder halbwegs erträglich wird. Ich will heute bis Santillana del Mar kommen, das ist vereinfacht gesagt das Rothenburg ob der Tauber Spaniens.

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Pilgerherberge in Santillana del Mar, der Souvenirladen ist mit integriert.

Entsprechend voll ist es dort, das Dorf wird gerade mit mehreren Busladungen geflutet.

Also beschließe ich, erst einmal die Viertelstunde hoch zum Museum von Altamira zu fahren.

Als ich das Rad vor dem Museumsgebäude abstellen will, kommt schon einer von der Security. Ich bin anscheinend von Bilbao aus schon angekündigt worden….

Also stelle ich das Rad brav auf dem Parkplatz bei den Autos und Bussen ab. 3 Euro Eintritt kostet das Museum mit dem Nachbau der Höhle.

Eine eher auf Blödsinn gebürstete vierte Klasse ignoriert das didaktisch, audivisuell und museumspädagogisch hervorragende Museum. Hilft aber Nichts wenn die Zielgruppe nicht will….. Die beiden Lehrerinnen halten den Flohzirkus notdürftig zusammen.

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Der Touristenstrom ist weg. Ruhe kehrt ein.

Die Sensation ist die Höhle mit den ca. 17’000 Jahre alten Felsmalereien, auch wenn es nur die Kopie der Originalhöhle ist.

Die echte Höhle war mit dem Ansturm schlicht überfordert, die Kunstwerke drohten an den Ausdünstungen der tausenden von Besuchern Schaden zu nehmen und es wurde daher eine Kopie errichtet.

Der Touristenansturm hat schon nachgelassen und daher bleibe ich in Santillana del Mar in einer privaten Pilgerherberge (10 €), denn ich habe 78 km und 680 Höhenmeter beisammen. Der nahende Abend und der kühle Wind waren nicht weiter motivierend zum Weiterfahren.

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