Santiago

2. Oktober

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Angekommen

– Ich bin heute nach einem Monat im Santiago de Compostela angekommen.

Von Sigüeiro aus war es heute morgen nur noch ein Katzensprung. Die volle N-550, die trotz durchgängigem Seitenstreifen aufgrund der PKW- und LKW-Dichte unfahrbar war, zwang mich den Fußweg zu fahren, was ganz gut ging.

Der Fußweg kam durch den Hinterhof, nämlich durch hässliche Gewerbegebiete nach Santiago herein. Nicht einmal ein Ortsschild gab es, an dem man seine Ankunft hätte festmachen könnte. Die 28 Kilometer und 350 Höhenmeter heute morgen werden unter Sonstiges verbucht.

Die letzten Kilometer durch die Stadt bin ich gelaufen. Bei strahlendem Sonnenschein zog ich an der Nordseite der Kathedrale vorbei auf den großen Platz vor der Kathedrale. Wie beim letzten Mal ein bewegender Augenblick. Viele sitzen wie ich einfach nur da und lassen den Augenblick wirken. Die Pilger treffen trotz oder gerade weil Oktober ist im Minutentakt ein.

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Das eher schmucklose Portal an der Kathedrale, das nur in einem heiligen Jahr geöffnet ist. Ohne eine Führung erschließen sich die die zahlreichen Symbole und Botschaften nicht.

Ich habe heute und morgen alle Zeit der Welt, denn ich habe zwei Tage zur Verfügung. Und dennoch schon der erste Termin, die Pilgermesse um 12 Uhr.

Da heute in Spanien der Tag der Polizei ist, ist die Kathedrale von vielen Uniformierten in reservierten Bereichen gefüllt. Entsprechend voll ist es.

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Alle Kameras sind oben wenn wie heute am Ende der Messe der Botafumeiro geschwenkt wird.

Am Ende der Messe wird heute zur Freude aller der Botafumeiro, der große Weihrauchkessel geschwenkt.

Ein Riesenspektakel, das aber nur an hohen Feiertagen, besonderen Anlässen oder durch Bestellung (und Bezahlung) durch Gruppen oder Einzelpersonen stattfindet.

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Am Abend nehme ich an einer deutschsprachigen Führung um die Kathedrale teil. Jetzt erst, durch die Führung, die von einem deutschen Team der Diözese Rottenburg durchgeführt wird, erschliessen sich mir die Symbolik und die Botschaften der Portale, Figuren usw.

Ich treffe danach ohne dass wir uns abgesprochen haben Josef aus Kärnten wieder. Die Wiedersehensfreude ist groß. Wir haben noch einen schönen Abend, bevor sich unsere Wege wieder trennen. Er wird morgen nach Finisterre zum eigentlichen Kilometer Null an der Küste aufbrechen.

Ich bin angekommen !

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